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Steuern27. Mai 20267 Min Lesezeit

Steuererklärung für Selbständige: So gehst du vor

Die erste Steuererklärung als Selbständiger wirkt einschüchternd — ist aber gut machbar, wenn man die Reihenfolge kennt. Welche Anlagen du brauchst, welche Fristen gelten und worauf du achten solltest.

Als Selbständiger gibst du mehr als nur den klassischen Mantelbogen ab. Welche Formulare genau dazukommen, hängt von deiner Tätigkeit und deinem Umsatzsteuer-Status ab. Hier die Struktur, mit der du nichts vergisst.

Welche Anlagen brauchst du?

  • Anlage EÜR: deine Gewinnermittlung — Einnahmen minus Ausgaben. Pflicht für (fast) jeden Selbständigen.
  • Anlage S oder Anlage G: S für Freiberufler (selbständige Arbeit), G für Gewerbetreibende. Hier landet dein Gewinn aus der EÜR.
  • Umsatzsteuererklärung: als Regelbesteuerter Pflicht. Kleinunternehmer sind seit 2024 davon befreit.
  • Anlage Vorsorgeaufwand & Co.: für Kranken-, Renten- und weitere abziehbare Versicherungen — auch als Selbständiger relevant.

Welche Fristen gelten?

Wer die Steuererklärung selbst abgibt, hat in der Regel bis zum 31. Juli des Folgejahres Zeit. Mit Steuerberater verlängert sich die Frist deutlich (üblicherweise bis Ende Februar des übernächsten Jahres). Die genauen Stichtage können sich ändern — prüfe sie für dein Steuerjahr.

Schritt für Schritt vorbereiten

  • 1. EÜR fertigstellen — Einnahmen, Ausgaben und AfA vollständig.
  • 2. Belege prüfen — ist alles erfasst und nachweisbar?
  • 3. Gewinn in die Anlage S/G übertragen.
  • 4. Umsatzsteuererklärung erstellen (falls regelbesteuert).
  • 5. Alles über ELSTER elektronisch übermitteln.
Hinweis: Dieser Artikel gibt einen Überblick und ersetzt keine Steuerberatung. Bei größeren Investitionen, gemischter Nutzung oder Auslandsbezug lohnt der Gang zum Steuerberater fast immer.

Wie Software dir hilft

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Fazit

Die Steuererklärung als Selbständiger ist kein Mysterium, sondern eine Reihe klar definierter Anlagen. Wer die EÜR sauber führt, Belege vollständig hat und die Fristen kennt, kommt gut durch. Den Rest erledigt eine ordentliche Buchhaltung — oder der Steuerberater, dem du dank sauberer Daten weniger zahlst.

Zuletzt aktualisiert: 27. Mai 2026 · Quellen geprüft

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